AIDA-Frühstück für Gold-Mitglieder

Kreuzfahrer, die schon öfters mit AIDA gefahren sind, kennen bestimmt die verschiedenen Clubstufen, die man – je nach Anzahl der an Bord verbrachten Tage – erreichen kann: blau, rot, gelb, grün und gold, was dann die so genannten Vielfahrer sind. Der goldene Clubstatus berechtigt einen dazu, statt in den Büffetrestaurants das Frühstück in einem separaten Bereich (je nach Schiff entweder im Buffalo oder im Rossini bzw. im Selection Restaurant) einzunehmen.

Eigentlich sollte man meinen, dass der Standard auf allen Schiffen der Flotte gleich ist. Dies stimmt erfahrungsgemäß jedoch nicht so ganz. Daher bezieht sich der folgende Bericht auf das Frühstück für Gold-Mitglieder an Bord von AIDA Cara auf der Fahrt nach Schottland, Island, Grönland, den Shetland- und den Orkney-Inseln.

Das Frühstück für Goldies bietet einige entscheidende Vorteile, jedoch auch ein paar Nachteile im Vergleich zu den auf AIDA üblichen Frühstücksbüffets. Ein großer Vorteil ist das ruhige und angenehme Ambiente.

Statt sich in das teils gruselige Gewimmel zu stürzen (manche scheinen wirklich Angst zu haben auf der Fahrt zu verhungern; da wird geschoben, gedrängelt, gemeckert und nicht selten der Ellebogen ausgefahren), nimmt man hier nach einer Begrüßung durch die Restaurantleitung an weiß gedeckten Tischen Platz und genießt einfach die Ruhe und – im Idealfall – die schöne Aussicht.

Auf jedem Tisch liegt das Tagesprogramm (die AIDA heute) und, sofern ein Hafen angelaufen wird, die Hafeninformation. Vor allem bei Reisen, die länger als eine Woche dauern, weiß die für die Heißgetränke zuständige Servicekraft schon das bevorzugte Getränk und serviert es, kurz nachdem man Platz genommen hat.

Wählen kann man zwischen Filterkaffee, Cappuccino, Milchkaffee, Latte Macchiato und diversen Teesorten (alles Eilles-Tee im Pyramiden-Beutel, der eine sehr gute Qualität hat).

Anschließend kommt eine weitere Servicekraft, schenkt frisch gepressten Orangensaft aus und fragt nach, ob man eine Eierspeise wünscht. Möglich sind Spiegeleier, gekochte Eier (5, 6, 7 oder 8 Minuten), Rührei oder Omelett, wahlweise mit Speck, Schinken, Garnelen, Tomaten, Champignons oder Käse – oder mit allem 😄Natürlich kann man auch Bratwürstchen oder Wiener Würstchen dazubestellen oder ein kleines Minutensteak vom Rinderfilet mit Pilzen.

    

Selbstverständlich gibt es auch Pfannekuchen mit Obst oder Puderzucker. Da ich aus gesundheitlichen Gründen keine Eier essen darf, bekam ich sogar einen Pfannekuchen ohne Ei 😊 (das war nicht auf allen Schiffen möglich… scheinbar überfordert das manche Köche🙄).

Bei unserer Reise konnte man nun entweder eine Etagere bestellen oder sich am im hinteren Bereich aufgebauten Büffet bedienen. Auf der Etagere befanden sich dann drei Teller mit verschiedenen Belägen. Zusätzlich gab es eine Auswahl an Broten, Brötchen und süßem Gebäck (Croissant, Stuten, kleine Blätterteigtaschen etc.).

    

Auf jedem Tisch stand zudem immer Butter, Margarine, vier Marmeladengläschen und zwei Honiggläschen.

Statt eine Etagere zu bestellen (oder auch zusätzlich zu ihr 😄), konnte man sich am Büffet bedienen.

                

Es gab zwei Sorten Joghurt, Birchermüsli, Quark, frisches Obst, verschiedene Sorten Cornflakes, acht Beläge, zusätzlich abgepackte Leberwurst und Hausmacher Blut- bzw. Leberwurst, Gurken, Tomaten, Möhrensticks, drei Brotsorten (ausnahmslos sehr frisch und lecker), Stuten, verschiedene Brötchen (ausnahmslos hart), verschiedene Blätterteigtaschen und Croissants (warm, frisch und lecker) und Kuchen.

Die Auswahl an Belag war auf dieser Fahrt leider sehr enttäuschend. Zunächst hört es sich ja ganz gut an, doch es gab 3 (!) Wochen lang den gleichen Käse (eine Sorte Schnittkäse, eine Sorte Frischkäse), immer zwei Sorten Lachs, ansonsten abwechselnd Schinken, Leberwurst (zusätzlich zu der bereits vorhandenen abgepackten feinen Leberwurst und der Hausmacher Leberwurst), Salami und eine Art Fleischkäse.  Natürlich hätten man sich das bestellen können, auf das man Lust hat… doch wie soll man jemandem mit sehr rudimentären Deutschkenntnissen erklären, was Teewurst oder Zwiebelmettwurst ist? Ein Junge an einem Nachbartisch hat es probiert – er bekam ein Tellerchen mit rohen Zwiebeln gebracht 😄

Wenn der Kaffee in den Büffetrestaurants nicht so unterirdisch geschmeckt hätte und es etwas weniger trubelig gewesen wäre, wären wir sonst auch mal dort frühstücken gegangen. Aber die Ruhe und auch die Bedienung am Tisch haben die geringe und langweilige Auswahl etwas ausgeglichen.

Generell haben wir festgestellt, dass die Auswahl und teilweise auch die Qualität und Frische der Produkte (vor allem bei den Brötchen) auf dieser Reise nicht so gut waren, wie wir es von anderen Reisen kannten, wobei uns der Grund dafür nicht bekannt ist. Gerade bei einer dreiwöchigen Reise wäre es schön gewesen, wenn sich das Team bzw. die Küchenleitung etwas mehr Mühe gegeben hätten.

Unser Besuch: im Juli und August 2017

AIDA Cara auf der Reise nach Schottland, Island, Grönland, den Shetland- und den Orkney-Inseln

Ein Gedanke zu „AIDA-Frühstück für Gold-Mitglieder“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.