Anne Möller Cafe in Dortmund

Schon seit einiger Zeit auf meiner Liste der noch zu besuchenden Lokalitäten stand das Anne Möller Cafe in Dortmund. Auf den Fotos auf der Internetseite des Cafes wirkte das Cafe sehr klein, weshalb ich für einen Sonntag einen Tisch reservierte. Ein bisschen hatte ich schon auf der Speisekarte gestöbert, die – ebenfalls auf der Facebook-Seite – online steht, so dass wir uns mit Vorfreude und Hunger im Bauch auf den Weg machten.

Das Cafe befindet sich in einem Eckhaus. Beim Betreten des Cafes waren wir sehr überrascht wie klein das Cafe wirklich ist. Lediglich vier kleine Tischchen (von denen einer besetzt war) mit je zwei oder drei Sesselchen gibt es, zudem eine Sitzgelegenheit „im Schaufenster“ (auf der Fensterbank stand ein ca. 30 cm hohes Tischchen, daneben lagen zwei dickere Kissen).

Wir wurden freundlich von einem jungen Mann begrüßt und konnten uns einen der freien Tische aussuchen. Der Tisch war etwa kniehoch, so dass man nur daneben und nicht dran sitzen konnte. Das machte es für meinen blinden Mann sehr schwierig so zu sitzen, dass er unfallfrei essen kann (der Weg der Gabel vom Teller zum Mund ist dann doch sehr weit 😉). Von dieser Art zu sitzen hing bei meinem Mann dann letztlich auch die Wahl seines Frühstücks ab.

Wir schauten in die kleine Karte, die auf dem Tisch lag und die ich schon aus dem Internet kannte.

          

Leider war die erste Seite der Karte sehr schlecht zu lesen, weshalb auch das Foto so schlecht ist. Ich bestellte das süße Frühstück (Marmelade, Honig, Nougatcreme, Quark und Obst, Butter oder Margarine, Brötchen, Croissant für 6,00 €). Mein Mann entschied sich aus praktischen Gründen für eine spanische Brotzeit (belegte Scheibe Korianderbrot mit Butter, Salat und Gurke, dazu Tomatenpesto, Serranoschinken und Manchego für 6,50 €).

Der bestellte Milchkaffee und Cappuccino war ausgesprochen gut. Das Frühstück ließ nicht lange auf sich warten. Es war sehr schön angerichtet und reichlich.

   

Mein Mann und ich sind beide (erst) Mitte 40, haben aber – ebenfalls beide – Probleme mit Sitzgelegenheiten, die sehr niedrig sind. Da dies im Anne Möller Cafe leider der Fall ist, konnten wir das Frühstück, obwohl es geschmacklich wirklich gut und zudem auch sehr frisch war, nicht richtig genießen. Zwischenzeitlich waren auch die anderen Sitzgelegenheiten besetzt. Die anderen Gäste hatten scheinbar keine Probleme mit den Sesselchen. Ich glaube, wir sind einfach nicht dafür geeignet, was an der Blindheit meines Mannes und meinem Rheuma liegen mag, aber nun mal nicht zu ändern ist.

Was uns in dem Cafe auch nicht so zusagte (aber auch so ein „persönliches Ding“ ist), ist die Nähe zum Nachbarn. Man kann sich nicht unterhalten, ohne dass die nun mal direkt daneben sitzenden Leute alles mitbekommen. Insgesamt waren wir neun Gäste. Da nicht ständig jemand redete, kostete es mich, wenn es ganz still war, immer ein bisschen Überwindung „in die Stille hinein“ was zu sagen. Und wenn es so eng und klein ist, bekommt gefühlt jeder im Cafe jedes Wort mit.

Geschmacklich und auch von der Qualität der Produkte und der Aufmerksamkeit der Bedienung her hätte das Anne Möller Cafe auf jeden Fall vier Kaffeetassen verdient, das Drumrum aber – zumindest aus unserer Sicht – nur zwei. Daher unsere Bewertung: 3 von 5 Kaffeetassen   

Anne Möller Cafe

Fächerstraße 2

44137 Dortmund

Telefon: 0231 33019137

https://m.facebook.com/annemoellercafe

Unser Besuch: an einem Sonntag im Februar 2019

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