Butterbrotbar in Bochum

Wie so oft war ich mal wieder auf der Suche nach einem Cafe mit einem netten Frühstücksangebot. Gefunden habe ich die Butterbrotbar in Bochum. Auf der Internetseite fand ich allerdings keine Informationen zum Frühstück, auf der Facebookseite gab es vorwiegend Informationen zum angebotenen Mittagstisch. Daher waren wir sehr gespannt, was uns wohl dort erwartet.

In einer winzigen Fußgängerzone liegt die Butterbrotbar, direkt gegenüber von einem öffentlichen Bücherschrank, der gut frequentiert wird.

Als wir die Bar betraten, waren wir etwas überrascht, dass es nur einen großen Tisch gibt. Erst im Nachhinein haben wir entdeckt, dass es direkt daneben noch einen zweiten Eingang gibt zu einem weiteren Teil. Beide sind nicht miteinander verbunden, sondern nur von der Straße aus erreichbar. Da an dem großen Tisch noch Platz war (leider war der sehr zugig, da er direkt neben der Eingangstür war), haben wir uns neben die dort sitzende und strickende Besucherin gesetzt und uns die Karte angeschaut.

Die Karte ist sehr übersichtlich (zumindest vom Inhalt her, jedoch nicht von der Gestaltung 😉). Wir bestellten zuerst zwei Milchkaffee und fragten dann, wie groß wohl die Brotscheiben wären, da wir uns das so gar nicht vorstellen konnten. Der Inhaber kam daraufhin mit dem Laib Brot an den Tisch und zeigte es uns. Er erzählte uns, dass das Brot selbstgebacken ist und es zudem frische selbstgemachte Aufstriche gäbe, z. B. Tomaten-Sonnenblumkerne, Kichererbsen-Sesam, Limette-Kürbiskern oder Forelle-Frischkäse (ich hoffe, ich habe sie richtig behalten, da das doch etwas viele Informationen auf einmal waren 😁).

Wir bestellten dann ein Brot mit Hobelkäse und eins mit bbb-made Roastbeef und Remoulade (bbb = Butterbrotbar), außerdem eins mit Tomaten-Sonnenblumenkern-Aufstrich und eins mit Erdbeermarmelade.

Während die Brote nun in der offenen und gut einsehbaren Küche für uns zubereitet wurden, schauten wir uns ein bisschen um.

    

Der Tisch war nett gestaltet, Wasser mit Minzblättchen (?) drin stand auf dem Tisch. Viele der Gäste, die hereinkamen, wurden mit Namen begrüßt. Manche bestellten nur einen Kaffee zum Mitnehmen, andere gaben ihre Bestellung auf und wechselten dann in den anderen Teil der Butterbrotbar rüber. Ein kleines Mädchen, dass sich nebst Mutter zu der Strickenden gesellt hatte, bekam zusätzlich zum bestellten Rührei ein Brot mit Schokoladenstreusel.

Kurze Zeit später wurden dann auch unsere Brote serviert.

    

Geschmacklich und auch von der Menge her waren sie völlig in Ordnung. Und es war auch interessant, mal eine etwas andere Art von Frühstückscafe auszuprobieren. Aber so ganz wohl haben wir uns dort nicht gefühlt. Es wirkte alles ein bisschen wie eine eingeschworene Gemeinschaft, in der man sich als Außenstehender etwas fehl am Platz fühlt. Verstärkt wurde der Eindruck noch durch den großen Tisch, der wie der Platz für die Familie oder für Stammgäste wirkte. Eventuell wäre es uns in dem anderen Teil nicht so vorgekommen.

Unsere Bewertung: 3 von 5 Kaffeetassen   

Butterbrotbar

Hans-Ehrenberg-Platz 1

44789 Bochum

Unser Besuch: an einem Freitag im Januar 2018

3 Gedanken zu „Butterbrotbar in Bochum“

  1. Die Butterbrotbar existiert seit 2010 in Bochum und bietet neben den leckeren Butterbroten und gutem Café und Tee auch noch (vegetarischen) Mittagstisch, diverse selbstgemachte Kuchen. Das Team ist supernett und zuvorkommend. Die Butterbrotbar wurde so großartig von der Nachbarschaft angenommen wurde, daß diese eigenes, altes und schönes Geschirr gespendet haben. Schon seit 2010 gehörte freies WLAN für Gäste zum Standard. Der zusätzliche Raum nebenan wurde speziell für die Menge an Gästen hinzugemietet, da die Kapazität an der langen Tafel nicht mehr ausreichte. Sobald es die Temperaturen erlauben, gibt es mehrere Tische vor der Butterbrotbar in der Fußgängerzone.
    Für mich ist die Butterbrotbar das heimeligste Café im Ruhrgebiet und einen Besuch wert. 5 von 5 Cafés ist meine Bewertung.

  2. Seit 3 Jahren gehe ich regelmäßig in die BBB, oftmals alleine, und bin immer (!) zufrieden gewesen mit dem abwechslungsreichen warmen Essen und den (Doppeldecker-)Butterbroten, der Größe der Portionen, den kalten und warmen Getränken und dem stets freundlichen Personal. Ich schätze die familiäre Atmosphäre sehr und dass man am Langen Tisch immer wieder mit Fremden ins Gespräch kommen kann. Wer seine Ruhe will, geht ins gemütliche Nebenzimmer. (y) Das kann gerne noch jaaaaaahrelang so weiter gehen 🙂

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