Cafe Barock in Gelsenkirchen

Durch Zufall habe ich im Internet die Seite des Cafe Barock im Internet gefunden. Dass es sich hierbei um eine Anspielung auf den (allerdings oft ironisch gemeinten) Begriff „Gelsenkirchener Barock“ handelt, habe ich erst nach dem Lesen der Internetseite verstanden. Die Internetseite verspricht frisch zubereiteten und auch hausgemachte Speisen. Also versuchte ich einen Tisch zu reservieren.

Dies stellte sich als schwierig heraus. Unter der angegebenen Handynummer erreichte ich immer nur die Mailbox. Ich sprach irgendwann mein Anliegen drauf und bat um Rückruf. Nix passierte. Also versuchte ich die Kontaktaufnahme über Facebook. Auch hier erhielt ich erstmal keine Rückmeldung. Freitagmittag probierte ich es dann nochmal telefonisch und erreichte tatsächlich jemanden. Man teilte mir mit, dass noch ein Tisch frei wäre. Kurze Zeit später bekam ich dann auch über Facebook eine Nachricht, dass man mir nur noch draußen einen Tisch anbieten könnte. Ich teilte mit, dass ich ja schon einen Tisch reserviert hätte. Naja, trotz des ganzen Hin und Her freute ich mich aufs Frühstück, da sich die Internetseite vielversprechend anhörte.

Samstags machten wir uns also auf den Weg. Von außen sieht es eher unspektakulär aus.

Als wir das Cafe betraten waren wir überrascht, dass es so voll und leider auch sehr laut und eng war. Offensichtlich hatte sich eine größere Gesellschaft dort zum Frühstück versammelt. Zunächst standen wir wie bestellt und nicht abgeholt in der Gegend rum. Es war nicht zu erkennen, wen wir wegen der Reservierung hätten ansprechen können.

Irgendwann kam eine junge Frau zu uns, der ich mitteilte, dass wir reserviert hätten. Sie ging zu ihrem Reservierungsbuch, kam etwas irritiert zurück und zeigte auf einen Tisch, der wohl unserer war.

Wir nahmen Platz und widmeten uns der Karte. Währenddessen ging die junge Frau zu dem Paar am Nachbartisch und teilte diesen mit, dass sie leider ihren Platz räumen müssten, da der Tisch auch reserviert wäre. Sie könnten sich ja nach draußen setzen. Wir boten ihnen an, dass sie sich mit an unseren Tisch setzen könnten, was sie aber ablehnten und sich dann nach draußen an die Straße setzten.

Doch zurück zur Karte: insgesamt hört sie sich wirklich gut an und bietet für jeden Geschmack etwas.

                            

Da bekommt man doch einfach Lust auf Frühstück. Mein Mann bestellte ein Käsebrötchen, ein Mettbrötchen und ein Ei, dazu einen Cappuccino.

Ich bestellte einen Milchkaffee und „Vital und Gesund“ (ein Mehrkornbrötchen, eine Scheibe Roggenvollkornbrot, Putenwurst, Mozzarella, Tomaten, Gurken, Quark, Butter, Honig und Obstsalat). Statt der Wurst bat ich um Konfitüre.

    

Leider war das, was serviert wurde, doch eher enttäuschend: Die Brötchen waren scheinbar Aufbackbrötchen. Der Obstsalat bestand aus den paar kleinen Obststückchen auf dem Quark. Honig und Marmelade waren ganz typische Päckchen – außer ein kleines Gläschen mit Marmelade, die offensichtlich selbstgemacht war. Wir fragten uns: warum nimmt man nicht einfach frische Brötchen, besonders wenn so viele garantierte Gäste da sind? Oder warum serviert man nicht generell selbstgemachte Marmelade und greift stattdessen auf diese Päckchen zurück, die viel Müll bedeuten, mäßig im Geschmack sind und insgesamt wahrscheinlich mehr kosten als z. B. in kleinen Glasschälchen servierte Marmelade, die man aus einem großen Glas umfüllt (es muss ja nicht nur selbstgemachte sein)? Vor allem wegen der Auswahl hatte ich mir echt mehr versprochen: wo steht denn sonst ein Brötchen mit Schaumkuss, Eszet-Schokolade oder Nutella auf der Frühstückskarte?

Insgesamt waren wir enttäuscht von dem Frühstück. Dass es so voll und laut war, lassen wir nicht in die Bewertung mit einfließen. Vom Frühstück her würden wir nur zwei Kaffeetassen geben. Wegen der großen und etwas ungewöhnlichen Auswahl haben wir uns für drei Kaffeetassen entschieden, aber eigentlich mit der Tendenz zu zwei.

Unsere Bewertung: 3 von 5 Kaffeetassen   

Cafe Barock

Fürstinnenstraße 32

45883 Gelsenkirchen

Telefon: 01523 6701818

Unser Besuch: an einem Samstag im September 2018

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