Cafe MariNic in Bochum

Eigentlich hatte ich schon fast aufgegeben für den Morgen des 24.12. ein Cafe zu finden, das zum einen geöffnet, zum anderen auch noch freie Plätze hatte. Nach vielen Telefonaten und entsprechend vielen Absagen probierte ich es im Café MariNic in Bochum – und hatte Glück. Ich konnte also einen Tisch reservieren. Und während alle um uns herum in Weihnachtspanik verfielen, machten wir uns auf den Weg nach Bochum-Weitmar.

Zunächst war ich etwas irritiert, da ich auf Höhe der Hausnummer, die wir suchten, nur eine Filiale einer bekannten Bäckerei-Kette fand. Doch direkt daneben führt eine kleine Passage, die Mark-Passage, auf einen kleinen Platz, an dem das Café MariNic angesiedelt ist. Bereits vor der Tür wird man von einer älteren Dame mit einem Serviertablett und den Worten „Hier nur im Schritt-Tempo… denken!“ begrüßt.

Drinnen wurden wir freundlich von einer jungen Frau willkommen geheißen und bekamen unser kleines Tischchen am Fenster gezeigt. Dort wartete eine kleine Überraschung auf uns: „Bratapfel-Zimtzuckersüße – Weihnachtsgrüße vom Café MariNic“.

Das ganze Cafe ist mit sehr viel Liebe zum Detail eingerichtet, wobei die Farbe Rosa überwiegt. Vieles scheint selbstgemacht zu sein, was den Charme des Cafes und seine Einzigartigkeit ausmacht.

       

Gespannt warfen wir einen kurzen Blick in die kleine Karte. Dort findet man das Motto des Cafes: „Wir möchten, dass mehr Menschen in Bochum glücklich sind!“ Das hört sich doch vielversprechend an 🙂

           

Wir bestellten einen Cappuccino und einen Darjeeling, der in einem Kännchen mit Stövchen serviert wurde. Auch den Latte Macchiato (mit einem riesigen Berg Milchschaum) probierten wir.

       

Zu den Getränken gab es – passend zur Weihnachtszeit – gebrannte Mandeln 🙂

Neugierig ging ich zum kleinen Büffet, das bereits aufgebaut und angerichtet war. Dieses bot mehr, als es auf den ersten Blick aussah.

Die Brötchen waren selbstgemacht: Tomaten, Röstzwiebeln, Quark-Öl-Teig, Roggen und Weizen. Auf der kleinen Holztheke stand Himbeer-Sauerkirsch-Saft, zudem gab es leckeres Brot (das ist leider auf dem Foto nicht zu sehen).

In dem kleinen Glaskühlschrank daneben waren Wurst und Käse nett angerichtet. Darüber standen – ebenfalls gekühlt – kleine Gläschen mit selbstgemachtem Aufstrich: Bacon-Kürbiskern, Feta, Dattel-Curry und – mein Highlight – Getrocknete Tomaten.

Aber auch für die süßen Frühstücker gibt es eine gute Auswahl: kleine Gläschen mit ebenfalls selbstgemachten Fruchtaufstrichen lockten neben Müsli-Gläschen und einigen Gürkchen und Oliven: Waldbeere, Birne, Orange-Aprikose, Ananas-Kokos, Apfel-Kiwi und Sauerkirsche mit Chili.

Das beim Büffet enthaltene Ei wurde uns an den Tisch gebracht. Ein kleiner, ebenfalls zur Weihnachtszeit passender Eierwärmer hielt es warm.

Wir haben nun wirklich schon sehr viele Cafes besucht, aber ich kann mich an keins erinnern, bei dem so viel selbstgemacht war  und das dann auch noch so lecker schmeckte! Einen ganz kleinen Abzug gibt es für die Brötchen. Diese waren zwar geschmacklich sehr gut, aber aufgrund der unregelmäßigen Form muss man beim Reinbeißen etwas aufpassen, dass man nicht gerade eine der Spitzen erwischt (die Oberfläche ist nicht glatt). Aber man muss auch sagen, dass das schon Quengeln auf sehr hohem Niveau ist 😉 Wir ziehen daher nur eine halbe Kaffeetasse ab, nehmen es aber (sozusagen als Kompromiss) in unsere Kategorie der Top-Bewertungen (5 von 5 Kaffeetassen) auf.

Wir werden bestimmt wiederkommen und uns im Café MariNic rund und glücklich futtern!

Unsere Bewertung: 4,5 von 5 Kaffeetassen     

Café MariNic

Markstraße 408 (in der Mark-Passage)

44795 Bochum

Telefon: 0234 3386677

Internet: www.cafe-marinic.de

Unser Besuch: an einem Montag (Heiligabend) im Dezember 2018

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