Cafe Solo in Dortmund am Phoenixsee

Der Phoenixsee in Dortmund ist ein noch relativ neues Naherholungsgebiet. Dort haben sich einige gastronomische Betriebe angesiedelt, unter anderem auch das Cafe Solo. Dort wollten wir unser sonntägliches Frühstück einnehmen.

Hungrig betraten wir das wirklich riesige Lokal. Es besteht aus zwei großen Gebäudeteilen, die durch einen Gang miteinander verbunden sind und von außen aber eher den Eindruck erwecken, dass es zwei verschiedene Lokale sind. Eine Bedienung begrüßte uns und fragte, ob wir auch an dem Frühstücksbrunch teilnehmen wollten. Ab 11.30 Uhr gäbe es dabei – neben dem bereits aufgebauten Frühstücksbüffet – verschiedene warme Gerichte. Wir verneinten das jedoch, da wir nur frühstücken wollten, was wir der jungen Dame auch mitteilten. Sie verwies uns daraufhin in die andere Hälfte des Lokals und sagte, dass wir dort frühstücken könnten. Wir gingen an dem wirklich eindrucksvollen und sehr schön gestalteten Frühstücksbüffet vorbei und suchten uns in dem noch völlig leeren Teil des Cafes einen Platz in der Nähe des sehr modernen Kamins.

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Eine sehr junge Bedienung kam an unseren Tisch und fragte, ob Sie uns schon etwas bringen könnte. Wir bestellten Latte Macchiato und Milchkaffee, anschließend machte ich mich auf Richtung Büffet, um mir einen Überblick zu verschaffen… und ich war wirklich beeindruckt. Dort gab es alles, was man von einem guten Frühstück erwartet: Brote und Brötchen, verschiedene Wurst- und Schinken-Sorten, Käse, Lachs, Räucherfisch etc.

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Natürlich gab es auch Orangen- und Multivitaminsaft, verschiedene Salatbestandteile (Möhren, Mais, Gurken, Tomaten, Zwiebeln, Paprika) und eine große „süße“ Abteilung mit Frühstückscerealien, Joghurt, Quark, Marmelade, Schokoladenmousse, Obstsalat, Nutella, Honig, aber auch Rührei und russische Eier.

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Wir entschieden uns beide erst mal für ein Brötchen mit etwas von dem wirklich ansprechend präsentierten Belag. Kurz nach dem ersten Biss ins Brötchen kam besagte Bedienung zu uns und meinte: „Sie essen also auch vom Brunchbüffet.“ Wir verneinten dies überrascht und sagten, dass wir nur frühstücken wollten. Ja, das würde so aber nicht gehen, das Büffet wäre das Brunchbüffet, das kostet 19,95 € pro Person. Sonst hätten wir halt eines der Frühstücksangebote bestellen müssen. Uns blieb regelrecht der Bissen im Hals stecken. Wir versuchten ihr zu erklären, dass uns keiner drauf hingewiesen hat, dass es überhaupt irgendwelche Frühstücksangebote gäbe. „Tja, das ist jetzt aber so, Sie müssen für das Brunchbüffet bezahlen“, teilte uns die Bedienung mit und ging.

Das wollten wir verständlicherweise nicht so hinnehmen. Ich ließ die verantwortliche Dame rufen (diese war vermutlich sogar noch jünger als unsere Bedienung) und erklärte ihr, dass wir nicht bereit wären für zwei Brötchen und ein bisschen Belag 40 € zu zahlen, bloß weil keine der Bedienungen in der Lage gewesen war, uns vor dem Gang zum Frühstücksbüffet darauf hinzuweisen, dass vom Büffet nur in Kombination mit dem Brunch gegessen werden dürfte.

Immerhin sah die Verantwortliche es ein, dass dies irgendwie dumm gelaufen war. Sie wies die Bedienung an, das bereits eingebuchtet Brunchbüffet wieder zu stornieren und ein „Medium Breakfast“ für uns einzubuchen. Mir teilte sie daraufhin mit, dass wir aber jetzt nur noch je ein Brötchen essen dürften.

Ich bin dann noch mal zum Büffet und haben sowohl für meinen Mann als auch für mich je ein Brötchen mit ein bisschen Belag geholt. Kaum saß ich am Tisch, kam die Bedienung mit einem prüfenden Blick vorbei, ob ich nicht doch noch heimlich etwas anderes vom Büffet mitgeschmuggelt hätte. Kaum hatten wir aufgegessen, eilte sie herbei, um die Teller abzuräumen, damit wir auch ja nicht noch was essen… so was haben wir wirklich noch nicht erlebt.

Wir baten Sie um die Rechnung, obwohl wir eigentlich beide noch Lust auf einen Kaffee hatten – aber dort wollten wir wirklich keinen mehr trinken. Auf der Rechnung (21,30 €) waren dann unsere Getränke und wie angekündigt zwei Medium Breakfast vermerkt, allerdings beide 60 Cent teurer als in der Karte angegeben, die wir uns dann zwischenzeitlich mal angesehen hatten. Ob der Aufpreis jetzt für die jeweils 0,1 l Orangensaft und Multivitaminsaft war oder für die Option, dass wir ja statt der im Medium Breakfast enthaltenen gekochten Eier hätten Rührei haben können, haben wir erst gar nicht versucht zu erkunden 🙄

Es ist müßig sich zu fragen, wo jetzt genau das Problem war: Hat das Cafe Solo es nicht nötig zumindest ein bisschen kundenorientiert zu arbeiten, weil eh genug Gäste kommen? Sind die Bedienungen schlecht eingearbeitet (unsere Bedienung wusste noch nicht mal, wo sie nach der Verantwortlichen hätte suchen sollen: „Oh, ich wusste gar nicht, dass da hinten überhaupt noch ein Raum ist“)?  Oder ist es den durchweg sehr jungen Bedienungen einfach egal, ob Gäste wieder kommen oder nicht, weil es nur (studentische?) Aushilfen sind, die sich nicht mit ihrem Arbeitgeber identifizieren? Wir werden es nie erfahren, weil wir das Cafe bestimmt nicht wieder besuchen werden.

Cafe Solo

Hafenpromenade 3 a

44263 Dortmund

Unser Besuch: an einem Sonntag im November 2016

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