Oma Rosa in Dortmund

Ich glaube, dass ich bei keinem anderen Cafe so oft versucht habe einen Tisch zu reservieren wie im Oma Rosa in Dortmund. Ich habe es immer wieder über das Reservierungsformular versucht, aber jedes Mal eine Absage erhalten (irgendwann fing ich an es persönlich zu nehmen 😂). Nach unserem Frühstück im Anne Möller stellten wir fest, dass das Oma Rosa ganz in der Nähe liegt und beschlossen einfach direkt vor Ort einen Tisch zu reservieren.

Beim Betreten des von außen eher unscheinbaren Cafes wurden Besucher durch einen Aushang an der Tür darauf hingewiesen, dass das Cafe ausgebucht wäre. Ich trat trotzdem ein und wurde von einem lauten Stimmengewirr empfangen. Zusammen mit einer Bedienung versuchte ich dann einen Termin zu finden. Erst an einem Samstag fünf Wochen später wurden wir fündig. Da war mir auch klar, warum meine Reservierung übers Internet nicht geklappt hat, da ich immer eher kurzfristig angefragt hatte.

Naja, wir hatten unseren Termin und ich ein paar Zweifel, ob das die richtige Entscheidung war, da es drinnen wirklich sehr laut und auch eng war. Gespannt machten wir uns an dem Samstag dann auf den Weg nach Dortmund. Bei unserem Eintreffen war das Cafe schon gut besucht. Im hinteren Bereich war eine Geburtstagsgesellschaft. Im vorderen Teil war unser Tisch reserviert. Leider wurde der Teller, auf dem mein Name stand (sozusagen als Reservierungsschild), direkt weggenommen, so dass ich kein Foto machen konnte.

Ich überließ meinem Mann den Stuhl, während ich mich auf die Fensterbank setzte (zwar mit Kissen ausgestattet, aber leider ohne Möglichkeit sich anzulehnen). Der Tisch war bereits mit schönem Blümchen-Geschirr eingedeckt und auch dekoriert (leider mit einer künstlichen Pflanze).

    

Brot stand bereit, ebenso für jeden ein kleiner Obstsalat und ein Smoothie. Wir waren etwas irritiert. Kurze Zeit später kam ein junger Mann an unseren Tisch und informierte uns, dass ja heute Büffet wäre, was aber am Tisch serviert werden würde. Aha. Hm, das war eigentlich nicht das, was wir wollten oder erwartet hatten. Schade, dass wir bei der Reservierung nicht darauf hingewiesen worden waren. Es war also erstmal kein guter Start.

Inzwischen war das Cafe gut gefüllt. Dies hat zum einen den Nachteil, dass die Grundlautstärke schon sehr hoch war. Zum anderen ist es einfach nur eng in dem Cafe, wenn so viele Plätze für das Frühstück vergeben werden. Vielleicht hatten wir aber auch einfach nur Pech mit unserem Platz: jedes Mal, wenn jemand reinkam, wehte der Vorhang der Tür um meinen Mann herum. Zudem saßen wir so nah neben dem Nachbartisch, dass man die gesamte Unterhaltung mitbekommen hat.

Doch nun zum Essen, weshalb wir ja eigentlich dort waren. Die Bedienung informierte uns, dass wir zwischen herzhaft und vegan wählen könnten. Wir waren etwas überfordert, weil wir nicht so genau wussten, was das alles beinhaltete. Wir fragten nach, was das denn jeweils wäre (ich darf leider weder Fleisch noch Ei essen, möchte aber nicht komplett vegan essen, da ich Käse und Milchprodukte gerne mag). Wir bestellten einmal herzhaft und einmal vegan, wobei die Bedienung meinte, dass alles zusammen serviert würde. Wir konnten zudem zwischen Kaffee oder Tee wählen. Wir ließen uns Kaffee einschenken (ich wechselte jedoch danach zum Tee, da mir der Kaffee trotz Milch, die angewärmt serviert wurde, zu stark war).

Kurze Zeit später wurde unser Frühstück serviert. Wir waren etwas erschlagen von der Vielfalt und der Menge. Auf unsere Nachfrage hin teilte uns unsere Bedienung mit, was das alles wäre (hier interessierte mich vor allem, was ich essen durfte und was nicht). Es gab (wenn ich mich richtig erinnere) Gemüsesticks, Butter, zwei Sorten Scheibenkäse, Frischkäse mit Curry und Datteln, veganes Mett, selbstgemachte Leberwurst, selbstgemachte Teewurst, Kräuterquark (?), Quark, einen Aufstrich mit Tomate oder Paprika und veganen Eiersalat. Der Nachbartisch hatte auch seinen Teller bekommen und merkte an, dass die süßen Sachen noch fehlten. Also wurde sowohl am Nachbartisch als auch bei uns noch Schokocreme und zwei Sorten Marmelade serviert (die eine war Erdbeere, bei der anderen wusste die Bedienung nicht, was es war; rausschmecken konnte ich es leider nicht).

Doch damit nicht genug: es wurde noch ein extra Teller mit Bratenaufschnitt gebracht, zudem dann noch das Rührei.

            

Nun fällt es mir wirklich schwer weiter zu schreiben 😕Prinzipiell finden wir es immer gut, wenn es selbstgemachte Sachen gibt. Aber das hier traf so gar nicht unseren Geschmack. Die Brötchen und das Brot waren frisch und lecker und die Marmelade ganz gut (wenn ich auch nicht herausschmecken konnte, was das eine war). Die Leberwurst und Teewurst schmeckten meinem Mann gar nicht. Das vegane Mett habe ich zwar probiert, aber es war mir zu undefinierbar. Der vegane Eiersalat war interessant und der Kräuterquark ganz gut. Das Rührei hat mein Mann nicht aufgegessen, da er das Pech hatte, dass sehr viel Schale im Ei war.

Was uns sehr irritierte war die Tatsache, dass wir zu zweit genauso viel bekamen wie unsere Nachbarn, die aber zu viert am Tisch saßen. So was ist wirklich schade, da es einfach viel zu viel war und im Anschluss da. Einfach weggeworfen wird. Eine große Auswahl ist toll, aber acht herzhafte und drei süße Aufstriche, Braten, Käse und Rührei sind einfach zu viel. Es ist wahrscheinlich sehr praktisch, wenn es nur zwei Wahlmöglichkeiten gibt, aber ich denke nicht, dass es schlecht ankäme, wenn man die Vielfalt etwas reduzieren würde.

Ich befürchte, dass es jetzt wieder sehr viel Kritik und Unverständnis für meinen Artikel und unsere Einschätzung geben wird. Aber das heißt nicht, dass nicht viel Herzblut ins Cafe gesteckt wird. Es heißt auch nicht, dass es nicht Gäste gibt, für die es im Oma Rosa genau richtig ist und passt. Bei uns war dies leider nicht der Fall. Daher unsere Bewertung: 2 von 5 Kaffeetassen  

Oma Rosa

Chemnitzerstraße 9

44139 Dortmund

Telefon: 0231 22388788

www.omarosa.de

Unser Besuch: an einem Samstag im März 2019

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