The green bean in Essen

Immer wieder mal bekomme ich von Lesern des Blogs Vorschläge für Cafes und Bistros, worüber ich mich immer sehr freue. Vor einiger Zeit wurde mir das The green bean in Essen empfohlen (selbstgemachtes Granola sollte es dort geben; dies ist auch auf Fotos auf der Internetseite des Cafes zu sehen). An einem Samstag sollte es dann so weit sein – ich hatte im The green bean einen Tisch für uns zwei reserviert. Gespannt machten wir uns auf den Weg.

Wir waren kurz vor 10 Uhr dort. Von außen ist es eher unscheinbar.

Obwohl das Cafe erst um 10 öffnet, ließ man uns schon rein, so dass wir nicht im Regen warten mussten. Drinnen wurden wir von einer sehr angenehmen ruhigen Atmosphäre empfangen und durften uns einen der freien Tische aussuchen (die Reservierung wäre aufgrund der Uhrzeit offensichtlich nicht nötig gewesen). Für mich war das natürlich klasse, da ich ganz in Ruhe ein paar Fotos machen konnte, während im Hintergrund leise Musik lief.

               

Was mir jedoch entging, während ich mich umsah, war das kleine Schildchen auf unserem Tisch, auf dem man gebeten wurde direkt an der Theke zu bestellen. Die nette junge Frau, die uns hereingelassen hatte, wies uns darauf hin. Die Getränke-Bestellung war dann auch schnell erledigt – Cappuccino und Milchkaffee, zudem einen Orangensaft.

Danach wurde es etwas schwierig. Eine richtige Karte gibt es im Cafe nicht. Lediglich eine Tafel mit Eierspeisen hängt an einer der Säulen. Stattdessen muss man in der Theke schauen, was es jeweils gibt. Zudem empfiehlt es sich nach dem aktuellen Angebot zu fragen, da nicht alles vorne in der Theke ausgestellt ist.

Mein Mann bestellte einen Strammen Max mit Schinken und einen Obstsalat, ich entschied mich für ein Croissant mit Butter und selbstgemachter Marmelade und Obstsalat. Leider wusste die Dame hinter der Theke nicht, ob auch Joghurt da war. Auch meine Frage nach Müsli oder ähnlichem wurde mit einem „Ich glaube heute nicht“ beantwortet.

Zunächst wurden die Getränke serviert. Diese waren wirklich lecker (das Cafe hat eine hauseigene Rösterei; der Kaffee wird direkt an der Theke mit viel Liebe und nach allen Regeln der Kunst zubereitet).

   

Kurze Zeit später kamen auch die bestellten Speisen.

       

Der Stramme Max war durchschnittlich (das Ei war sehr durchgebraten, weshalb es etwas trocken schmeckte). Das Croissant mit Butter und Marmelade war sehr lecker und frisch. Was uns jedoch sehr enttäuschte, war der Obstsalat. Wir fragten uns, ob er noch vom vorigen Tag dort in der Theke gewartet hatte (es waren morgens nur „unsere“ zwei Gläser in der Theke): Die Schale löste sich bereits leicht von den Apfelstücken ab, die enthaltene Flüssigkeit war etwas eingetrübt und das Obst war schon sehr weich.

Dies trübte unseren Frühstücksgenuss schon erheblich. Im Nachhinein habe ich mich etwas geärgert, dass ich nicht mit dem Glas zur Theke gegangen und nachgefragt habe.  Vielleicht war es ja einfach ein Versehen, dass diese Gläser noch dort standen.

Etwas überrascht hat es uns dann noch mitzubekommen, dass das Cafe nicht ausreichend Besteck hatte. Zwischenzeitlich waren einige Gäste eingetroffen (die Tische waren jedoch nicht komplett besetzt). Ein Gast am Nachbartisch bekam sein Rührei mit einer Kuchengabel serviert mit der Entschuldigung, dass nicht genug Gabeln da wären. Nachdem dann bei uns abgeräumt worden war, bekam der Gast kurze Zeit später eine „normale“ Gabel gebracht.

Leider war unser Gesamteindruck bei unserem Besuch nicht durchweg gut. Die Atmosphäre und das Ambiente sind wirklich sehr angenehm und schön und der Kaffee sehr lecker, doch die Speisen konnten uns nicht so richtig überzeugen.

Daher unsere Bewertung: 3 von 5 Kaffeetassen   

The green bean

Bredeneyer Straße 93

45133 Essen

Telefon: 0201 61590100

www.the-green-bean-coffee.de

Unser Besuch: an einem Samstag im Januar 2019

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