Woodpeckers Roadhouse in Bottrop

Vor einiger Zeit haben wir das Woodpeckers Roadhouse in Bottrop entdeckt. Damals waren wir im Herzblut zum Frühstücken gewesen und haben uns vorgenommen, auch das Woodpeckers mal zu besuchen, da es – als wir vorbeigefahren sind – sehr gut besucht war. Ich war sehr gespannt, als wir uns an einem verregneten Sonntag auf den Weg dorthin machten, da ich auf ein außergewöhnliches Frühstück hoffte. Und außergewöhnlich war es – aber leider außergewöhnlich schlecht.

Einen Tisch reserviert hatten wir nicht. Bei unserem Eintreffen war das Lokal bis auf drei, vier andere Gäste, komplett leer. Wir konnten uns einen Platz in dem doch recht dunklen Lokal aussuchen. Der Tisch war weihnachtlich geschmückt.

Nach einiger Zeit kam eine Bedienung und fragte nach unseren Getränkewünschen. Mein Mann bestellte einen Cappuccino, ich fragte nach einem koffeinfreien Kaffee, was es aber dort gar nicht gab. Also bestellte ich einen Milchkaffee. Die Getränke wurden nach einiger Zeit serviert.

    

Ganz ehrlich, so einen schlechten Cappuccino oder Milchkaffee haben wir, soweit wir uns erinnern können, bisher noch nicht serviert bekommen: wässrig, geschmacklos (wenn man mal von einem komischen Nachgeschmack absieht) und eher warm als heiß.

Die Dekoration in dem Lokal ist, wie der Name es vermuten lässt, eher amerikanisch angehaucht.

Ich machte mich auf den Weg zum Frühstücksbüffet. Leider war es in dem Lokal sehr dunkel. Zudem war das Büffet auf der Theke aufgebaut, hinter der die Bedienungen die ganze Zeit beschäftigt waren. Daher konnte ich keine Bilder von dem Angebot machen.

    

Ich versuche mal aufzuzählen, was es alles gab: Toastbrot, Croissants, Brötchen, Brot, daneben (alles abgepackt) Butter, Margarine, Streichkäse, Marmelade, Honig und Nutella. In verschiedenen Warmhalte-Behältern gab es Pancakes, Rührei und Speck, gebackene Bohnen, warmen Mais und eine Art Birchermüsli. Zudem gab es Aufschnittplatten (Salami, Fleischwurst, Kochschinken und zwei oder drei Scheiben-Käse), Weichkäse, Tomaten und Mozzarella, Quark oder Joghurt (bin mir nicht sicher, was es war), drei Sorten Cornflakes, Müsli, bunte Streusel, Schokostreusel und Milch.

Tja, das hört sich erst mal ganz gut an. Doch nun zu unserer Kritik (der Einfachheit halber mache ich das mal mit Spiegelstrichen):

  • Die Brötchen waren Aufbackbrötchen, die – obwohl das Lokal gerade erst geöffnet hatten, offensichtlich schon länger herumlagen und daher sehr pappig und zäh waren.
  • Butter, Margarine und der Streichkäse waren nicht gekühlt und hatten Zimmertemperatur, weshalb ich davon ausgehe, dass sie schon länger da standen (eventuell wird das abends beim Schließen des Lokals schon bereitgestellt, anders kann ich mir die Temperatur fast nicht erklären). Zudem waren es alles abgepackte Produkte.
  • Das Rührei war trocken und warm, aber nicht heiß; durch das Warmhalten zieht es noch nach, und da eine riesige Portion in dem Behälter war, will ich mir gar nicht vorstellen, wie es ein, zwei Stunden später geschmeckt hat.
  • Die Pancakes waren ebenfalls sehr trocken und nur lauwarm.
  • Die Behälter, in denen die verschiedenen Sachen warmgehalten wurden, hatten alle einen abnehmbaren Deckel; beim Entnehmen hatte man eine Hand zu wenig: Teller und Deckel in den Händen – und was dann? Manche legten den Deckel auf die davorstehenden Barhocker, was ich sehr unhygienisch finde; zudem vergaßen einige der inzwischen eingetroffenen anderen Gäste die Deckel wieder zuzumachen.
  • Cornflakes und Müsli standen wohl auch schon länger herum, sie klebten ein wenig und schmeckten alt.
  • Quark oder Joghurt haben wir nicht probiert (ich weiß nicht, was es war; zudem stand es ungekühlt herum, weshalb ich da sehr skeptisch war).
  • Weder über den Aufschnittplatten mit Wurst und Käse noch über dem Weichkäse gab es einen Spuckschutz. Alles stand offen herum. Auch Cornflakes und Müsli waren nicht abgedeckt oder mit einem Spuckschutz versehen. Da immer wieder mehrere Gäste zusammen zum Büffet gehen und sich dabei unterhalten und die Nahrungsmittel ja auch der Theke aufgebaut waren, spricht man immer direkt in Richtung der Platten und Schüsseln. Ob Wurst und Käse gekühlt waren, konnte ich nicht erkennen, wobei es nicht so aussah (sonst müssten Vertiefungen in der Theke gewesen sein).

Wir haben beide ein pappiges Brötchen gegessen. Mein Mann probierte auch das Rührei und einen Pancake.

Ich habe zusätzlich noch ein Schüsselchen Cornflakes gegessen. Danach waren wir bedient und wollten nichts mehr essen. Es schmeckte einfach nicht, ich hatte Bedenken wegen der fehlenden Kühlung und der eher unhygienischen Anrichtung (mag sein, dass ich da etwas empfindlich bin, aber aufgrund einer höheren Infektanfälligkeit ist so was für mich schon wichtig). Der Cappuccino dürfte nicht als solcher bezeichnet werden, und zudem war die Weihnachtsmusik, die die ganze Zeit lief, so laut, dass man sich kaum unterhalten konnte.

Das Frühstücksbüffet kostet 8,90 €. Für manche mag das ein Entscheidungskriterium für das Woodpeckers sein. Aber ganz ehrlich: da zahlen wir doch lieber etwas mehr und haben dafür ein leckeres und auch hygienischeres Frühstück, z. B. direkt um die Ecke vom Woodpeckers Roadhouse im Mulino, wo das Frühstücksbüffet incl. Kaffee und Tee 12,50 € kostet.

Unsere Bewertung: 0 von 5 Kaffeetassen (tut mir leid, aber uns ist so gar nichts Positives aufgefallen, was das viele Negative etwas aufwiegen könnte)

Woodpeckers Roadhouse

Zur Grafenmühle 147

46244 Bottrop

Telefon: 02045 410048

Unser Besuch: an einem Sonntag im Dezember 2018

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.